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  • Autorenbildinga

Ich-Samkeit

Eine Welt ohne Social Media


Ich glaube ich hätte kein Handy. Zurückgekehrt zum Telefon. Den Hörer abnehmen. Die Stimme hören die in mir wohnt. Ihr lauschen. Wachsam sein. Nicht schweigen. Aber ruhen. In mich kehren. Und gut. Ich wäre hier und wäre da. Ja manchmal umgeben von einer ganzen Menschenschar – doch trete ich aus dem Schein hinaus. Fahre weit heraus. Lösche ich dir Gedankenwelt für einen Moment aus.

Wer bin ich hier? Wo mag ich sein?

Ich lege mich ins hohe Gras. Wolkenbilder ziehen vorüber. Ich gebe nach. Dem Druck der meine Brust bis zur Kehle einschnürt. Ich bin. Hier. In mir. Umgeben von meinem Wunderkonstrukt. Und damit meine ich nicht nur meine Körper. Nein. Ich gehe über mich hinaus. Rage weit hinaus. Strahle bis in die Ewigkeit. Trete ein in meinen Schein und mache mich klein. Und manchmal ergibt alles einen Sinn- oder auch nicht. Das ist okay denn ich muss nicht alles verstehen.


Ich packe meine Sachen und fahre fort. Fort an Orte der Weite. Ohne Sehenswürdigkeiten. Denn es zieht mich raus zu Natur und Tier.

Hier draußen, da bin ich ich. Ich sein. Frei sein. Still sein. Heil sein.


Und während ich diese Zeilen schreibe, darüber philosophiere, wer ich ohne Social Media wäre – da klopft der Verstand an und hakt nach. Teilen wir den Text über die üblichen Kanäle? Gibst du nach und fügst dich dem Schein? In einer Konstrukt-Welt zuhause zu sein, in der du irgendwie gar nicht leben magst?


Ein puckern im Ohr weckt mich auf.

Denn aus den Gedanken, da steige ich ganz schnell wieder aus, denn ich will doch nur wenigstens für diesen Moment frei und ohne den Druck sein. Freigemacht und freigeschafft an den wunderschönen Orten der Unabhängigkeit.


Ich spüre. Dieser Ort ist meine Heimkehr. Tief in mir. Frei. Ich fühle ihn. Er zieht mich an. Bin ich da, bin ich in seinem Bann. Gefangen. Gefangen in der Endlichkeit. Ich bin bereit. Für mein Leben, in purer Ich-Samkeit.


Peace, Inga

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